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Telekom stellt 0900-Service ein

Die Servicerufnummer 0900 wird von der Telekom nicht mehr vermarktet. Mit Wirkung zum 31. Oktober hat der Netzbetreiber alle bestehenden Verträge gekündigt.

 

Die Schaltung neuer 0900-Servicenummern ist bei Telekom nicht mehr möglich. Derzeit werden mit Wirkung zum 31.10.2011 alle bestehenden Verträge über das Produkt gekündigt. Alle Kunden haben ein formales Kündigungsschreiben erhalten, in dem angeboten wird, die Nummern kostenlos zu einem anderen Anbieter zu portieren. Nach Angaben der Telekom bewegt sich die Anzahl betroffener Kunden im niedrigen, vierstelligen Bereich.

 

Als Grund für die Einstellung wird ein rückläufiges Marktvolumen für dieses Angebot genannt. Eine Umkehr dieses Trends und neues Wachstum sei nicht zu erwarten. Der Rückgang sei durch ein negatives Image durch Missbrauch einzelner Marktteilnehmer sowie Substitution durch andere Bezahlverfahren entstanden.


Facebook-Einbindung – aber sicher!

Der Facebook-Gefällt-mir-Button und andere Add-ons Sozialer Netzwerke stehen bei Datenschützern in der Kritik. Webseitenbetreiber können Verstöße gegen den Datenschutz aber leicht vermeiden.

 

Integriert ein Webseitenbetreiber Add-ons von Sozialen Netzwerken wie etwa den Facebook-Gefällt-mir-Button auf seiner Internetseite und wird dieser von einem Internetbesucher aktiviert, dann überträgt Facebook in der Regel die personenbezogenen Daten in seine Rechenzentren in den USA, wo alle Profildaten und dazugehörige Aktionen gespeichert werden. Eine solche Datenweitergabe ohne ausdrückliche Zustimmung eines Nutzers widerspricht deutschen und europäischen Datenschutzbestimmungen. Thilo Weichert, oberster Datenschützer in Schleswig-Holstein, hat Facebook deswegen scharf angegriffen. Warum Weichert mit seiner Kritik die Diskussion um Facebook und die Verletzung des Datenschutzes neu entfacht hat, ist nicht so sehr die seit längerem bekannte rechtswidrige Praxis, sondern die Tatsache, dass der Behördenleiter angekündigt hat, konsequent mit weiteren Datenschutzbehörden gegen Webseitenbetreiber vorzugehen, die die umstrittenen Facebook-Anwendungen verwenden.

 

Der Kreuzzug gegen Facebook nimmt Rechtsanwalt Christian Solmecke ernst. „Es besteht dringender Handlungsbedarf“, sagt der auf Medienrecht spezialisierte Anwalt der Kanzlei Wilde Beuger Solmecke. Die Datenübertragung in die USA, die Facebook vornimmt, wird man nicht untersagen können. Aber seine Nutzer muss man darüber informieren, und zwar bevor sie den Gefällt-mir-Button drücken, rät Solmecke.

 

Die einzig mögliche Einbindung sieht laut Solmecke derzeit so aus, dass der Gefällt-mir-Button zunächst ohne Funktionalität als reines Bild auf einer Webseite eingebunden wird. Erst mit dem Klick auf dieses Bild wird dann die eigentliche Funktion aktiviert. Eine solche technische Einbindung führt dazu, dass die Nutzerdaten nicht per se an Facebook übertragen werden. Der Nutzer muss vielmehr die Datenübertragung aktiv auslösen. Zuvor wird eine entsprechende Information eingeblendet, damit der Nutzer genau entscheiden kann, ob er den Button aktivieren möchte oder nicht.

 

Die Kanzlei hat eine Mustererklärung zum Datenschutz auf ihrer Webseite zum Download bereit gestellt ( http://is.gd/evDBTs ). Die von Solmecke vorgeschlagene Lösung setzt beispielsweise der Radiosender SWR3 bereits ein. Rechtsanwalt Solmecke befürchtet, dass der Vorstoß des Schleswig-Holsteinischen Datenschützers Thilo Weichert eine Welle von Abmahnungen auslösen könnte.


Internet wird medizinischer Ratgeber

Beim Thema Gesundheit suchen immer mehr Menschen im Internet nach Informationen. Bereits über 28 Millionen Deutsche nutzen das Web als Gesundheitsratgeber.

Fast 28 Millionen Bundesbürger, das sind 60 Prozent aller deutschen Internetnutzer, suchen im Internet nach Informationen über Krankheiten, Verletzungen oder einer gesunden Ernährung. Dies hat die europäische Statistikbehörde Eurostat bekanntgegeben. Vor einigen Jahren war erst für jeden zweiten Bundesbürger das Internet eine Anlaufstelle, wenn es um Fragen zur Gesundheit ging.

 

Das Internet ist aber nicht nur eine wichtige Informationsquelle beim Thema Gesundheit. Immer mehr Deutsche bestellen auch Medikamente online, mittlerweile fast jeder sechste Internet-Nutzer über 14 Jahren, hat der ITK-Branchenverband Bitkom in einer repräsentativen Umfrage ermittelt. Demnach haben neun Millionen Deutsche frei verkäufliche oder apotheken- und verschreibungspflichtige Arzneimittel im Web geordert – zwei Millionen mehr als noch vor einem Jahr.


Verbesserte Sprachqualität für Open Stage

Der Hersteller Siemens Enterprise Communications will mit „AudioPresence HD“ wortwörtlich dafür sorgen, dass sich Gesprächs- und damit Geschäftspartner besser verstehen: Die neue Software verbessert die Audioqualität bei Anrufen und Telefonkonferenzen und ist für alle OpenStage IP-Telefone verfügbar.

Siemens Enterprise Communications betont, die HD-Sprachqualität für sämtliche IP-Modelle anbieten zu können, auch für das neue Einsteigermodell "OpenStage 5". "AudioPresence HD" ist ab sofort über Partner von Siemens Enterprise Communications erhältlich.

 

Die neue Lösung arbeitet mit dem standardbasierten G.722 HD-Audio-Codec und nutzt dabei Lautsprecher, Mikrofone sowie akustische Komponenten voll aus. Darüber hinaus sind in alle "OpenStage" IP-Telefone Filtertechnologien integriert, die Umgebungsgeräusche ausblenden und Echoeffekte unterdrücken. Die "OpenScape UC Version 6", die in Kürze auf den Markt gebracht wird, ermöglicht Multi-Party-Audiokonferenzen mit Unterstützung für "AudioPresence HD" sowie für die "Automatic Gain Control"-Funktion, die die Lautstärke der verschiedenen Konferenzteilnehmer automatisch auf ein gehörfreundliches Maß regelt.


Netzbetreiber erwarten Daten-Wachstum

Eine Befragung des Hamburger Instituts Steria Mummert von Führungskräften bei Telekommunikationsunternehmen hat ergeben, dass man dort bis 2013 Wachstum vor allem bei Datendiensten erwartet. Neben der immer stärkeren Smartphone-Verbreitung tragen Cloud Computing und die M2M-Kommunikation zum Zuwachs bei.

Die deutschen Telekommunikationsunternehmen rechnen in den kommenden Jahren einen starken Anstieg des Neugeschäfts durch den Ausbau von Datendiensten. Mehr als zwei Drittel der Verantwortlichen versprechen sich davon bis 2013 einen nennenswerten Beitrag zur Wertschöpfung im eigenen Unternehmen.

 

Wichtigster Treiber dieser Entwicklung ist die zunehmende Verbreitung von Smartphones und Tablet-Computern, die für einen Anstieg des Datenvolumens bei mobilen Diensten sorgen. Im vergangenen Jahr entfielen bereits 16 Prozent der gesamten Mobilfunkumsätze auf die Bereitstellung entsprechender Services – Tendenz steigend. Weitere Wachstumsimpulse erwartet die Branche von Cloud Computing. 47 Prozent der Firmen rechnen entsprechende Angebote zu vielversprechenden Wertschöpfungsträgern für die Zukunft. Hauptgrund ist die in vielen Unternehmen vorangetriebene interne Industrialisierung. In 64 Prozent der Fälle soll diese mit dem Einsatz von Standardsoftware einhergehen. Jedes zweite Unternehmen setzt zu diesem Zweck auf Software as a Service.

 

Zu diesem Ergebnis kommt die Studie »Branchenkompass 2011 Telekommunikation« von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

 


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