NIS-2 ist längst kein reines IT-Thema mehr. Die Anforderungen betreffen Organisation, Prozesse, Verantwortlichkeiten und technische Schutzmaßnahmen gleichermaßen. Doch wie sieht die Umsetzung in der Praxis aus? Wo stehen Unternehmen heute, welche Fehler treten häufig auf und worauf kommt es bei der Umsetzung besonders an?
Darüber sprechen wir im Interview mit unserem IT-Experten. Er ordnet die aktuellen Herausforderungen ein, zeigt typische Stolpersteine auf und gibt konkrete Empfehlungen für Unternehmen, die sich mit NIS-2 beschäftigen.
Diese Unternehmen sollten zuallererst und zwar ganz dringend die BSI-Betroffenheitsprüfung durchführen.
Gerade bei NIS-2 kann es sinnvoll sein, Experten einzubinden, die sich täglich damit beschäftigen – besonders, wenn noch unklar ist, welche konkreten Pflichten ein Unternehmen oder dessen Dienstleister treffen.
"NIS-2 gelingt nicht durch Einzelmaßnahmen, sondern durch das Zusammenspiel von Technik, Prozessen und Mitarbeitenden.“
Das hängt sehr stark davon ab, wie das Unternehmen bisher aufgestellt ist. Als komplex kann sich etwa der Einsatz von Microsoft-Software erweisen. Administrationsoberflächen ändern sich häufig, Funktionen werden verschoben, die Verwaltung ist aufwendig. Kleinere Unternehmen ohne eigenen IT-Verantwortlichen können mit Microsoft-Hinweisen oder Administrationsanforderungen schnell überfordert sein. Das gilt natürlich auch für die fachkundige Einrichtung von spezieller Software für die IT-Sicherheit.
Hier gibt es eine große Spannbreite. Einige Unternehmen sind bereits gut aufgestellt mit Firewalls, Zwei-Faktor-Authentifizierung und etablierten Sicherheitsprozessen. Andere starten auf einem niedrigem Sicherheitsniveau. Werden beispielsweise Passwörter noch immer auf Post-Its ‚gespeichert‘, dann müssen erst einmal grundlegende Maßnahmen für die IT-Sicherheit hergestellt werden. Grundsätzlich ist es eine wichtige Voraussetzung, dass sich Unternehmen aktiv Zeit für NIS 2 und Sicherheitsthemen blockieren. Das kann gerade im Dienstleistungsgeschäft schwierig sein, weil Kundenanfragen stets Priorität haben. Aber dennoch muss man sich disziplinieren und feste Zeitfenster schaffen, anstatt das Thema dauerhaft aufzuschieben.
Ein zentraler Fehler ist, bei Sicherheitsmaßnahmen zu viel gleichzeitig zu wollen. Wenn ein Unternehmen bisher kaum Sicherheitsstrukturen hatte und plötzlich zahlreiche neue Prozesse einführt, dann können Mitarbeitende überfordert sein. Im schlimmsten Fall sperren sie sich aus oder akzeptieren die Maßnahmen nicht. Wir empfehlen deshalb, dass Sicherheitsmaßnahmen sukzessive eingeführt werden. Mitarbeitende müssen informiert, geschult und begleitet werden. Das kostet Zeit und Geld, ist aber unbedingt notwendig.
Unser Expertenteam rund um Dominik Brocks unterstützt Sie gerne.
Wir zeigen Ihnen, welche Anforderungen für Ihr Unternehmen relevant sind, wo Handlungsbedarf besteht und wie sich die notwendigen Maßnahmen praxisnah und strukturiert umsetzen lassen.
Rufen Sie uns an unter +49 2361 93220 oder senden Sie uns eine Nachricht.
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